Grönland: Häfen, Brücken und Formalitäten für Segler
66 Häfen
Grönland: 66 Häfen, Einklarierung, Papiere und Gebühren. Törn mit Wetter, Tide und Route planen.
Formalitäten
außerhalb der EU-ZollunionWährung: Dänische Krone
Einklarierung: Nicht in EU, Schengen und EU-Zollunion. Aus Dänemark, von den Färöern, aus Island oder einem anderen Schengen-Staat gibt es keine Passkontrolle, der Zoll bleibt (für Zoll und Abgaben gelten auch Dänemark und die Färöer als Ausland). Ein- und Ausreise über die Grenze zu einem Land außerhalb von Schengen (etwa Vereinigtes Königreich, Irland oder Kanada) nur über einen zugelassenen Grenzübergang (Hafen) zu dessen Öffnungszeiten. Für Yachten in Nuuk gibt der Hafenbetreiber Sikuki ein eigenes Merkblatt heraus (Hafenabgabe), den Liegeplatz vorher dort klären. Wer im Nationalpark in Nord- und Ostgrönland näher als 3 Seemeilen an die Basislinie fährt, braucht eine Expeditionsgenehmigung (Antrag spätestens 12 Wochen vorher) mit einer Versicherung oder gleichwertigen Sicherheit für Such-, Rettungs- und Evakuierungskosten und meldet Beginn, Ende und Änderungen bei JRCC Grönland und dem Arktischen Kommando. In der Melville-Bucht (Naturreservat) ist die Fahrt stark eingeschränkt, Ausnahmen gibt es nur für die Forschung; das Verteidigungsgebiet um die Basis Pituffik ist nur mit Erlaubnis des dänischen Außenministeriums zugänglich.
Dokumente: Reisepass (wer ein Schengen-Visum braucht, muss es für Grönland gültig haben), Bootspapiere, Versicherung, Crewliste, Funkzeugnis; für Waffen und Signalpistolen eine Genehmigung.
Gebühren: Hafengeld; Gebühr für den Antrag auf Expeditionsgenehmigung. Für die Genehmigung eine Versicherung oder gleichwertige Sicherheit zugunsten des dänischen Staats und der Regierung Grönlands: 1 Mio. Kronen je Gruppe für Such- und Rettungseinsätze, dazu je Teilnehmer 280.000 Kronen für die Evakuierung (im Nationalpark nördlich von 78° N 600.000). Eine Bankgarantie über 200.000 Kronen deckt nur einen Transport ohne Notlage in die nächste Stadt.
Fahrwasser: Eisberge und Treibeis, besonders an der Ostküste und in der Disko-Bucht; ungenaue Seekarten, lange Rettungswege. Die Regierung stuft den ganzen Nationalpark als Hochrisikogebiet ein und prüft nach dem Tsunami von 2023 Einschränkungen im Dickson-Fjord. Positionsmeldungen an GREENPOS (JRCC Grönland) sind für Yachten freiwillig, aber empfohlen.
Natur: Nationalpark Nord- und Ostgrönland, Schutzgebiet Melville-Bucht, Eisfjord Ilulissat (UNESCO); Eisbären an der Ostküste und im Norden.
Notruf: 112; JRCC Grönland in Nuuk, UKW Kanal 16 und DSC; Satellitentelefon und PLB mitführen.
Quellen: Expeditions Greenland: Segeln im Nationalpark, Expeditions Greenland: Start und Ende beim Arktischen Kommando melden, Expeditions Greenland: Hochrisikofjorde, Navigation.gl: Meldesysteme (GREENPOS), SuperyachtNews: Ankunft in Island, Grönland und auf den Färöern, Expeditions Greenland: Versicherung und Bankgarantie, Expeditions Greenland: Melville-Bucht, Dänisches Außenministerium: Reisen nach Pituffik, Sikuki Nuuk Harbour: Tarife und Regeln (Merkblatt für Yachten), Anordnung zum Ausländergesetz für Grönland (§ 38 und § 39: keine Kontrolle zu den Färöern und den Schengen-Staaten, sonst nur über zugelassene Grenzübergänge), Grønlands Repræsentation: Zoll und Abgaben bei der Einreise (auch aus Dänemark und von den Färöern), Grønlands Repræsentation: Reisepass für Grönland (Personalausweis nicht anerkannt), Auswärtiges Amt: Dänemark (mit Färöern und Grönland), Reise- und Sicherheitshinweise (Stand 2026-10-20)
Häfen nach Revier
Nordwestgrönland (Uummannaq, Upernavik, Qaanaaq)
- Aappilattoq
- Ikerasak
- Illorsuit
- Kangersuatsiaq
- Kullorsuaq
- Niaquornat
- Nuugaatsiaq
- Nuussuaq
- Qaanaaq
- Qaarsut
- Saattut
- Tasiusaq
- Ukkusissat
- Upernavik
- Upernavik Kujalleq
- Uummannaq
Ostgrönland (Tasiilaq, Kulusuk, Ittoqqortoormiit)
Südgrönland (Qaqortoq, Narsaq, Nanortalik, Narsarsuaq)
- Alluitsup Paa
- Ammassivik
- Arsuk
- Eqalugaarsuit
- Havn (Aappilattoq)
- Igaliku
- Nanortalik
- Narsaq
- Narsarmijit
- Narsarsuaq
- Qaqortoq
- Qassiarsuk
- Qassimiut
- Stordalens Havn
- Tasiusaq
Westgrönland Mitte (Sisimiut, Aasiaat, Ilulissat, Qeqertarsuaq)
- Aasiaat Havn
- Attu
- Iginniarfik
- Ikamiut
- Ikannaaq
- Ikerasaarsuk
- Ilulissat
- Itilleq
- Kangaatsiap
- Kangerluk
- Kitsissuarsuit
- Niaqornaarsuk
- Oquaasut
- Qasigiannguit
- Qeqertaq
- Qeqertarsuaq
- Saqqaq
- Sarfannguaq
- Sisimiut
Westgrönland Süd (Paamiut, Nuuk, Maniitsoq)
Häufige Fragen
Grönland: Muss ich einklarieren?
Nicht in EU, Schengen und EU-Zollunion. Aus Dänemark, von den Färöern, aus Island oder einem anderen Schengen-Staat gibt es keine Passkontrolle, der Zoll bleibt (für Zoll und Abgaben gelten auch Dänemark und die Färöer als Ausland). Ein- und Ausreise über die Grenze zu einem Land außerhalb von Schengen (etwa Vereinigtes Königreich, Irland oder Kanada) nur über einen zugelassenen Grenzübergang (Hafen) zu dessen Öffnungszeiten. Für Yachten in Nuuk gibt der Hafenbetreiber Sikuki ein eigenes Merkblatt heraus (Hafenabgabe), den Liegeplatz vorher dort klären. Wer im Nationalpark in Nord- und Ostgrönland näher als 3 Seemeilen an die Basislinie fährt, braucht eine Expeditionsgenehmigung (Antrag spätestens 12 Wochen vorher) mit einer Versicherung oder gleichwertigen Sicherheit für Such-, Rettungs- und Evakuierungskosten und meldet Beginn, Ende und Änderungen bei JRCC Grönland und dem Arktischen Kommando. In der Melville-Bucht (Naturreservat) ist die Fahrt stark eingeschränkt, Ausnahmen gibt es nur für die Forschung; das Verteidigungsgebiet um die Basis Pituffik ist nur mit Erlaubnis des dänischen Außenministeriums zugänglich.
Grönland: Welche Papiere brauche ich an Bord?
Reisepass (wer ein Schengen-Visum braucht, muss es für Grönland gültig haben), Bootspapiere, Versicherung, Crewliste, Funkzeugnis; für Waffen und Signalpistolen eine Genehmigung.
Grönland: Welche Gebühren fallen an?
Hafengeld; Gebühr für den Antrag auf Expeditionsgenehmigung. Für die Genehmigung eine Versicherung oder gleichwertige Sicherheit zugunsten des dänischen Staats und der Regierung Grönlands: 1 Mio. Kronen je Gruppe für Such- und Rettungseinsätze, dazu je Teilnehmer 280.000 Kronen für die Evakuierung (im Nationalpark nördlich von 78° N 600.000). Eine Bankgarantie über 200.000 Kronen deckt nur einen Transport ohne Notlage in die nächste Stadt.
Grönland: Welche Notrufnummer gilt auf See?
112; JRCC Grönland in Nuuk, UKW Kanal 16 und DSC; Satellitentelefon und PLB mitführen.
Grönland: Wie viele Häfen kennt Sailseer?
Sailseer kennt 66 Häfen mit Steckbrief, Wetter und Routenplanung.