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USA: Häfen, Brücken und Formalitäten für Segler

2.295 Häfen · 771 Brücken und Schleusen · 13 Binnenseen

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USA: 2.295 Häfen, 771 Brücken und Schleusen, Einklarierung, Papiere und Gebühren. Törn mit Wetter, Tide und Route planen.

Formalitäten

außerhalb der EU-ZollunionWährung: US-Dollar

Einklarierung: Bundesstaat außerhalb von EU und Schengen. Die Ankunft aus dem Ausland, auch von den Bahamas oder aus Bermuda, sofort bei CBP melden (19 CFR 4.2): telefonisch bei der Meldestelle des Hafens (Florida: +1 800 432 1216; Alabama, Mississippi und Louisiana: +1 800 973 2867) oder mit der App ROAM. Wer ein I-94 braucht, also jede ausländische Crew bei der ersten Einreise, erscheint persönlich bei einer Meldestelle von CBP; bis dahin geht außer dem Skipper zur Meldung niemand an Land. Eine Cruising License (bis zu einem Jahr, für Flaggen mit Gegenseitigkeit wie Deutschland, Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich) befreit vom förmlichen Ein- und Ausklarieren und von der Erlaubnis zur Weiterfahrt zwischen den Häfen; die Ankunft in jedem neuen Hafen bleibt meldepflichtig (Telefon oder ROAM). Ohne Cruising License klariert eine ausländische Yacht in jedem Hafen förmlich ein und braucht für die Weiterfahrt eine Erlaubnis (Permit to Proceed). In Texas nennt CBP nur Brownsville als Meldestelle für Sportboote; Galveston, Freeport, Corpus Christi und Port Arthur sind Einreisehäfen der Berufsschifffahrt, dort vorher bei CBP anrufen. An der Pazifikküste nennt CBP in Kalifornien den Harbor Police Dock auf Shelter Island in San Diego (rund um die Uhr, vorher +1 619 491 2600, Option 9), dazu Mission Bay und die Fifth Avenue Landing, für Los Angeles und Long Beach Parker's Lighthouse in Long Beach, Port Hueneme und Ventura Harbor (vorher +1 562 366 3200); in San Francisco vorher beim Marine Desk anrufen (+1 510 271 8900, Durchwahl 2006). In Oregon ist ROAM der Regelweg (sonst Astoria, Newport und Coos Bay), in Washington die Customs Docks in Friday Harbor, Point Roberts, Anacortes und Port Angeles, Roche Harbor nur noch über ROAM, mit NEXUS oder I-68 telefonisch unter +1 800 562 5943. In Alaska persönlich in Ketchikan, Wrangell, Sitka, Juneau, Skagway, Haines oder Anchorage, außerhalb der Zeiten nur mit Termin. An den Großen Seen ist ROAM der Regelweg. Wer in kanadischen Gewässern nur fährt, ohne anzulegen, zu ankern oder ein anderes Boot zu berühren, meldet sich bei der Rückkehr nicht. Wer ein I-94 braucht, also jede Crew außer US-Bürgern und Kanadiern, meldet sich persönlich: in Michigan an den Meldestellen von CBP (Detroit +1 313 393 3949, Port Huron +1 810 985 9972, Sault Ste. Marie +1 906 632 7221), in New York vom Eriesee bis zum Sankt-Lorenz-Strom unter +1 800 827 2851 (Meldestellen mit Beamten in Cape Vincent und auf Heart Island bei Alexandria Bay, Mai bis Oktober), in Ohio nach Termin in Port Clinton, Ashtabula und Cleveland, in Pennsylvania in Erie (+1 814 833 1355), am Oberen See in Minnesota und Wisconsin unter +1 800 505 8381 (Büro in Grand Marais), am Michigansee in Wisconsin in Green Bay, Milwaukee und Racine. Für Illinois und Indiana nennt CBP keine Meldestelle für Sportboote, dort gilt ROAM.

Ausreise: Mit Cruising License kein Ausklarieren; ohne sie vor der Abfahrt ins Ausland bei CBP ausklarieren. Die Ausreise mit der Yacht erfasst das I-94 nicht von selbst: Belege aufbewahren (Klarierung im nächsten Land), sonst sieht es wie eine Überziehung aus. Eine neue Cruising License gibt es erst nach einer Zeit im Ausland (nach Seglerangaben 15 Tage).

Dokumente: Reisepass und Visum B1/B2 für die ganze Crew: ESTA gilt bei Ankunft mit der eigenen Yacht nicht, weil eine Privatyacht kein Beförderungsunternehmen des Visa Waiver Program ist (8 CFR 217.2). Wer zuvor mit Flugzeug oder Fähre und ESTA eingereist ist, darf nach einem Abstecher auf die Bahamas, nach Bermuda oder in die Karibik innerhalb der erteilten 90 Tage mit der Yacht zurückkehren (8 CFR 217.3). Bootspapiere mit Eigentumsnachweis, Versicherung, die Ausklarierung des letzten Landes. Verkauf oder Vercharterung der Yacht machen sie zollpflichtig.

Gebühren: Für Privatboote ab 30 Fuß die Gebührenmarke von CBP (User Fee Decal, je Kalenderjahr, über DTOPS): 36,94 USD im Fiskaljahr 2026, 38,04 USD ab 1. Oktober 2026. Die Cruising License kostet nichts. Ankern meist frei, Bojenfelder der Gemeinden (Florida Keys, Dinner Key in Miami, Annapolis, Newport) gegen Gebühr.

Fahrwasser: Betonnung nach IALA-System B: rot an Steuerbord beim Einlaufen von See (red right returning), umgekehrt wie in Europa. Auf dem Intracoastal Waterway tragen die Zeichen dazu gelbe Dreiecke (an Steuerbord) und Quadrate (an Backbord) in Fahrtrichtung Süden an der Atlantikküste. Feste Brücken über den Intracoastal Waterway meist 65 Fuß (19,8 m) hoch, einzelne darunter (Julia Tuttle Causeway in Miami 56 Fuß); viele Klappbrücken öffnen nur zu festen Zeiten (UKW Kanal 9 von Florida bis North Carolina, sonst 13). Für Fahrzeuge ab 65 Fuß (19,8 m) Länge gilt in den Schutzgebieten der Atlantischen Nordkaper höchstens 10 Knoten: Südostküste 15. November bis 15. April, Brunswick bis Rhode Island 1. November bis 30. April, Cape Cod Bay 1. Januar bis 15. Mai, Great South Channel April bis Juli; kleineren Booten empfiehlt die NOAA dasselbe. Am Golf von Mexiko führt der Intracoastal Waterway weiter bis Brownsville, die gelben Dreiecke an Steuerbord in Fahrtrichtung Westen; feste Brücken dort meist 73 Fuß (22,3 m), in Florida 65 Fuß, einzelne nur 48 bis 50 Fuß (Fort Walton Beach, Navarre, Redfish Bay bei Port Aransas). Schleusen und Fluttore in Louisiana und Texas auf UKW Kanal 14 rufen (Brazos und Colorado River: 13), Sportboote kommen nach der Berufsschifffahrt. An der Pazifikküste sind die Barren vor den Flussmündungen gefährlich (Columbia River Bar, Coos Bay, Humboldt Bay): bei ablaufendem Wasser und hoher Dünung bricht die See, die Coast Guard sperrt sie dann zeitweise für kleine Boote, den Zustand meldet sie über UKW. Im Puget Sound führen die Ballard Locks (Hiram M. Chittenden Locks) rund um die Uhr in den Lake Union und den Lake Washington. In Alaska bis 9 m Tidenhub im Cook Inlet, starker Strom in den Engen (Sergius Narrows, Wrangell Narrows), Treibholz und Eis vor den Gletschern.

Natur: In Florida Schutzzonen der Seekühe mit Tempolimit (ausgeschildert, teils nur im Winter); Ankerverbot über Nacht im Middle River (Fort Lauderdale), im Sunset Lake und zwischen den Venetian Islands vor Miami Beach, kein Ankern bis 150 Fuß vor Marinas, Slipanlagen und Werften und bis 300 Fuß vor öffentlichen Bojenfeldern, in den Florida Keys alle 90 Tage verlegen. No Discharge Zones (kein Abwasser, auch nicht behandelt): die Florida Keys, die Küstengewässer von Massachusetts, Rhode Island und New Hampshire, Long Island Sound, Teile von Maine (Casco Bay), Connecticut und New Jersey; das Ventil nach außenbords verschlossen und gesichert. Angeln nur mit der Lizenz des Bundesstaats (Florida für Gäste 17 USD für drei Tage). An der Pazifikküste Abstand zu Walen (100 Yards, in Washington 1.000 Yards zu den Southern Resident Orcas), Seeottern und Robben, National Marine Sanctuaries von den Channel Islands bis zur Olympic-Halbinsel; im Glacier Bay National Park fahren motorisierte Boote vom 1. Juni bis 31. August nur mit Genehmigung.

Wirbelsturmsaison: 1. Juni bis 30. November, Höhepunkt Mitte August bis Mitte Oktober; betroffen ist die ganze Ostküste von den Keys bis Neuengland (Andrew 1992, Hugo 1989, Isabel 2003, Sandy 2012). Versicherungen verlangen oft, dass die Yacht in der Saison nördlich von Kap Hatteras liegt (nach einer Klausel vom 15. Juni bis 1. November), oder einen Hurrikanplan: Police prüfen. Die Golfküste von Florida bis Texas trifft es ebenso (Ivan 2004, Katrina 2005, Harvey 2017, Michael 2018, Ida 2021), mit hoher Sturmflut über dem flachen Schelf. An der Pazifikküste erreichen die Wirbelstürme des Ostpazifiks (15. Mai bis 30. November) nur selten Südkalifornien, meist als Tropensturm oder ihre Reste (Hilary 2023); nördlich davon und in Alaska bringen im Herbst und Winter die Tiefs des Nordpazifiks Sturm und hohe Dünung.

Notruf: 911 (auch nach der Coast Guard fragen); US Coast Guard auf UKW Kanal 16 und DSC Kanal 70 (Rescue 21).

Quellen: CBP: Pleasure Boat Overview, CBP: CBP ROAM, CBP: Florida, Meldestellen für Sportboote, CBP: Alabama, Louisiana und Mississippi, Meldestellen für Sportboote, CBP: Brownsville (Texas), Meldestelle für Sportboote, 33 CFR 207.180: Schleusen und Fluttore am Gulf Intracoastal Waterway, CBP: San Diego, Meldestellen für Sportboote, CBP: Los Angeles und Long Beach, Meldestellen für Sportboote, CBP: Oregon, Meldestellen für Sportboote, CBP: Puget Sound und Nordostwashington, Meldestellen für Sportboote, CBP: Alaska, Meldestellen für Sportboote, National Park Service: Glacier Bay, Genehmigung für Boote, CBP: Virginia, North und South Carolina, Georgia, Meldestellen für Sportboote, CBP: Maryland, Meldestellen für Sportboote, CBP: New York und Newark, Meldestellen für Sportboote, CBP: Neuengland, Meldestellen für Sportboote, 19 CFR 4.94: Cruising Licenses, 8 CFR 217.2 und 217.3: Visa Waiver Program, CBP Dec. 26-14: User Fee Decal für das Fiskaljahr 2027, Florida Statutes 327.4108 und 327.4109: Ankern, NOAA Fisheries: Schutz der Atlantischen Nordkaper vor Kollisionen, 33 CFR 62.49: Zeichen des Intracoastal Waterway, Auswärtiges Amt: USA (mit Puerto Rico und den Amerikanischen Jungferninseln), Reise- und Sicherheitshinweise (Stand 2026-10-20)

Häfen nach Revier

Alabama (Orange Beach, Gulf Shores, Mobile Bay, Dauphin Island)

Big Bend und Forgotten Coast (Keaton Beach, St. Marks, Carrabelle, Apalachicola, Port St. Joe)

Chesapeake Bay: Maryland (Annapolis, Baltimore, Solomons, St. Michaels, Potomac)

Columbia (Astoria, Ilwaco, Longview, Portland)

Connecticut (Long Island Sound, Mystic, Stonington)

Delaware Bay und Delaware River (Delaware City, Philadelphia)

Delaware und Maryland: Atlantikküste (Ocean City, Lewes, Rehoboth)

Florida Keys (Key West, Marathon, Islamorada, Key Largo)

Georgia (St. Simons Island, Brunswick, Savannah)

Golf von Alaska (Yakutat, Cordova, Valdez, Whittier, Prince William Sound)

Juan-de-Fuca-Straße (Neah Bay, Port Angeles, Sequim, Port Townsend)

Kenai und Cook Inlet (Seward, Homer, Seldovia, Anchorage)

Kodiak (Kodiak, Port Lions, Old Harbor)

Lake Erie: Michigan und Ohio (Monroe, Toledo, Put-in-Bay, Sandusky, Cleveland)

Lake Erie: Pennsylvania und New York (Erie, Dunkirk, Buffalo)

Lake Huron: Michigan (Port Huron, Saginaw Bay, Alpena, Mackinac Island, De Tour)

Lake Michigan: Illinois und Indiana (Chicago, Waukegan, Michigan City)

Lake Michigan: Ostküste (St. Joseph, Holland, Muskegon, Ludington, Traverse City, Charlevoix)

Lake Michigan: Upper Peninsula (Escanaba, Manistique, Beaver Island)

Lake Michigan: Wisconsin (Kenosha, Milwaukee, Sheboygan, Door County, Green Bay)

Lake Ontario: New York (Niagara, Rochester, Sodus Bay, Oswego, Sackets Harbor)

Lake Superior: Minnesota und Wisconsin (Duluth, Grand Marais, Bayfield, Apostle Islands)

Lake Superior: Upper Peninsula (Ontonagon, Keweenaw, Marquette, Munising, Whitefish Bay)

Louisiana: Bayous und Westküste (Houma, Morgan City, Intracoastal City, Lake Charles)

Louisiana: New Orleans, Lake Pontchartrain und das Delta (Slidell, Grand Isle, Venice)

Maine: Downeast (Mount Desert Island, Bar Harbor, Eastport)

Maine: Mittelküste (Boothbay, Camden, Rockland, Penobscot Bay)

Massachusetts: Boston und Nordküste (Marblehead, Gloucester)

Massachusetts: Buzzards Bay, Cape Cod und die Inseln

Mississippi (Pascagoula, Biloxi, Gulfport, Bay St. Louis)

New Hampshire und Südmaine (Portsmouth, Kittery, Portland)

New Jersey (Cape May, Atlantic City, Barnegat Bay)

New York und Long Island (New York, Hudson, Long Island, Montauk)

Nordkalifornien (Bodega Bay, Fort Bragg, Eureka, Crescent City)

Nordostflorida (Daytona Beach, St. Augustine, Jacksonville, Fernandina Beach)

North Carolina: Sounds und Outer Banks (Oriental, Ocracoke, Manteo, Elizabeth City)

North Carolina: Südküste (Southport, Wrightsville Beach, Beaufort, Morehead City)

Okeechobee Waterway (Stuart bis Fort Myers)

Oregonküste (Brookings, Coos Bay, Newport, Tillamook)

Panhandle Floridas (Panama City, Destin, Fort Walton Beach, Pensacola)

Puget Sound und Hood Canal (Seattle, Tacoma, Olympia, Everett, Lake Washington)

Rhode Island (Newport, Narragansett Bay, Block Island)

San Francisco Bay und Delta (San Francisco, Sausalito, Oakland, Sacramento, Stockton)

San Juan Islands und Nordwashington (Friday Harbor, Anacortes, Bellingham, Point Roberts)

Santa-Barbara-Kanal und Channel Islands (Ventura, Oxnard, Santa Barbara)

South Carolina (Beaufort, Charleston, Georgetown, Myrtle Beach)

Südkalifornien: Los Angeles (Newport Beach, Long Beach, Marina del Rey, Catalina)

Südkalifornien: San Diego und Orange County (Mission Bay, Oceanside, Dana Point)

Südostalaska Nord (Juneau, Sitka, Haines, Skagway, Glacier Bay)

Südostalaska Süd (Ketchikan, Prince of Wales Island, Wrangell, Petersburg)

Südostflorida (Miami, Fort Lauderdale, Palm Beach)

Südwestflorida (Naples, Fort Myers, Sanibel, Charlotte Harbor)

Texas: Laguna Madre (Baffin Bay, Port Mansfield, Port Isabel, South Padre Island)

Texas: Matagorda Bay bis Corpus Christi (Port O'Connor, Rockport, Port Aransas)

Texas: Sabine Pass bis Freeport (Port Arthur, Galveston Bay, Kemah, Galveston)

Treasure Coast und Space Coast (Stuart, Fort Pierce, Vero Beach, Cape Canaveral)

Virginia: Eastern Shore (Cape Charles, Chincoteague)

Virginia: Norfolk, Hampton Roads und untere Chesapeake Bay

Washingtonküste (Willapa Bay, Westport, La Push)

Westflorida (Sarasota, Tampa Bay, Clearwater, Cedar Key)

Zentralkalifornien (Morro Bay, Monterey, Santa Cruz)

Binnenseen

Brücken und Schleusen

Schleusen

Bewegliche Brücken

Feste Brücken (359)

Häufige Fragen

USA: Muss ich einklarieren?

Bundesstaat außerhalb von EU und Schengen. Die Ankunft aus dem Ausland, auch von den Bahamas oder aus Bermuda, sofort bei CBP melden (19 CFR 4.2): telefonisch bei der Meldestelle des Hafens (Florida: +1 800 432 1216; Alabama, Mississippi und Louisiana: +1 800 973 2867) oder mit der App ROAM. Wer ein I-94 braucht, also jede ausländische Crew bei der ersten Einreise, erscheint persönlich bei einer Meldestelle von CBP; bis dahin geht außer dem Skipper zur Meldung niemand an Land. Eine Cruising License (bis zu einem Jahr, für Flaggen mit Gegenseitigkeit wie Deutschland, Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich) befreit vom förmlichen Ein- und Ausklarieren und von der Erlaubnis zur Weiterfahrt zwischen den Häfen; die Ankunft in jedem neuen Hafen bleibt meldepflichtig (Telefon oder ROAM). Ohne Cruising License klariert eine ausländische Yacht in jedem Hafen förmlich ein und braucht für die Weiterfahrt eine Erlaubnis (Permit to Proceed). In Texas nennt CBP nur Brownsville als Meldestelle für Sportboote; Galveston, Freeport, Corpus Christi und Port Arthur sind Einreisehäfen der Berufsschifffahrt, dort vorher bei CBP anrufen. An der Pazifikküste nennt CBP in Kalifornien den Harbor Police Dock auf Shelter Island in San Diego (rund um die Uhr, vorher +1 619 491 2600, Option 9), dazu Mission Bay und die Fifth Avenue Landing, für Los Angeles und Long Beach Parker's Lighthouse in Long Beach, Port Hueneme und Ventura Harbor (vorher +1 562 366 3200); in San Francisco vorher beim Marine Desk anrufen (+1 510 271 8900, Durchwahl 2006). In Oregon ist ROAM der Regelweg (sonst Astoria, Newport und Coos Bay), in Washington die Customs Docks in Friday Harbor, Point Roberts, Anacortes und Port Angeles, Roche Harbor nur noch über ROAM, mit NEXUS oder I-68 telefonisch unter +1 800 562 5943. In Alaska persönlich in Ketchikan, Wrangell, Sitka, Juneau, Skagway, Haines oder Anchorage, außerhalb der Zeiten nur mit Termin. An den Großen Seen ist ROAM der Regelweg. Wer in kanadischen Gewässern nur fährt, ohne anzulegen, zu ankern oder ein anderes Boot zu berühren, meldet sich bei der Rückkehr nicht. Wer ein I-94 braucht, also jede Crew außer US-Bürgern und Kanadiern, meldet sich persönlich: in Michigan an den Meldestellen von CBP (Detroit +1 313 393 3949, Port Huron +1 810 985 9972, Sault Ste. Marie +1 906 632 7221), in New York vom Eriesee bis zum Sankt-Lorenz-Strom unter +1 800 827 2851 (Meldestellen mit Beamten in Cape Vincent und auf Heart Island bei Alexandria Bay, Mai bis Oktober), in Ohio nach Termin in Port Clinton, Ashtabula und Cleveland, in Pennsylvania in Erie (+1 814 833 1355), am Oberen See in Minnesota und Wisconsin unter +1 800 505 8381 (Büro in Grand Marais), am Michigansee in Wisconsin in Green Bay, Milwaukee und Racine. Für Illinois und Indiana nennt CBP keine Meldestelle für Sportboote, dort gilt ROAM.

USA: Welche Papiere brauche ich an Bord?

Reisepass und Visum B1/B2 für die ganze Crew: ESTA gilt bei Ankunft mit der eigenen Yacht nicht, weil eine Privatyacht kein Beförderungsunternehmen des Visa Waiver Program ist (8 CFR 217.2). Wer zuvor mit Flugzeug oder Fähre und ESTA eingereist ist, darf nach einem Abstecher auf die Bahamas, nach Bermuda oder in die Karibik innerhalb der erteilten 90 Tage mit der Yacht zurückkehren (8 CFR 217.3). Bootspapiere mit Eigentumsnachweis, Versicherung, die Ausklarierung des letzten Landes. Verkauf oder Vercharterung der Yacht machen sie zollpflichtig.

USA: Welche Gebühren fallen an?

Für Privatboote ab 30 Fuß die Gebührenmarke von CBP (User Fee Decal, je Kalenderjahr, über DTOPS): 36,94 USD im Fiskaljahr 2026, 38,04 USD ab 1. Oktober 2026. Die Cruising License kostet nichts. Ankern meist frei, Bojenfelder der Gemeinden (Florida Keys, Dinner Key in Miami, Annapolis, Newport) gegen Gebühr.

USA: Welche Notrufnummer gilt auf See?

911 (auch nach der Coast Guard fragen); US Coast Guard auf UKW Kanal 16 und DSC Kanal 70 (Rescue 21).

USA: Wie viele Häfen kennt Sailseer?

Sailseer kennt 2.295 Häfen mit Steckbrief, Wetter und Routenplanung. Dazu 771 Brücken und Schleusen mit Öffnungszeiten und Durchfahrtshöhen.